Theodor Kery WP 2/3, A-2491 Neufeld/L.
+43/2624/54014 - office@websteiner.com
Die Kirche zum Akathist der Allerheiligsten
Gottesmutter Maria (serbisch: Храм Акатиста Пресвете Богородице, Hram
Akatista Presvete Bogorodice) ehemals Pfarrkirche Am Schöpfwerk war bis
2022 eine römisch-katholische Pfarrkirche, die dem Patronat des hl.
Franz von Assisi anvertraut war. Sie war die jüngste Kirche im 12.
Wiener Gemeindebezirk Meidling.
Die Kirche wurde 2022 von der römisch-katholischen Kirche der
serbisch-orthodoxen Kirchen zur Nutzung übergeben. Das wurde damit
begründet, dass zur Zeit ihrer Gründung im Jahr 1982 am Schöpfwerk gut
5000 Katholiken lebten, aber durch die demographische Entwicklung diese
Zahl auf knapp 1000 gesunken war. Gleichzeitig stieg der Anteil der
Bewohner mit orthodoxer Konfessionszugehörigkeit.

Durch das Gelände bedingt besteht die Kirche aus zwei Ebenen, deren
unteres Geschoß die Pfarrgemeinschaftseinrichtungen und die
Pfarrkanzlei beherbergte, während im oberen Geschoß der eigentliche
Kirchenraum angesiedelt ist. Das Gebäude setzt sich aus kubischen
Elementen zusammen, die symmetrisch gestaffelt in Form einer
Stufenpyramide aufsteigen. Die tragenden Elemente sind verputzt und
bestehen aus einer Stahlbeton-Skelettkonstruktion, während dazwischen
Sichtziegelmauerwerk eingefügt ist. Ein siebengeschoßiger Campanile
ohne Verbindung zur Kirche erhebt sich beim niedrigen Vestibül des
Eingangsbereiches. Dieser trägt keine Glocken, nachdem dies in einer
Umfrage unter Anrainern abgelehnt wurde.

Das Kirchengebäude wurde in Form einer Stufenpyramide auf einem
schmalen Grundstück in die Gebäudestruktur der Wohnhausanlage
eingegliedert. Von außen prägen das dunkelrote Ziegelmauerwerk und der
auch aus einiger Distanz sichtbare "Campanile" das Bild der Kirche. Die
Neigung des Geländes ließ eine zweigeschossige Architektur zu: Auf der
Ebene des erhöhten Platzes wurden der Kirchenraum, die Kapelle und die
Sakristei konzipiert; auf der unteren Ebene befinden sich die
Gemeinschaftsräume und das Pfarrsekretariat.
Der Eintritt in die Kirche erfolgt über einen Vorraum, der die
Sakralräume auf der oberen Ebene mit den darunter gelegenen
Gemeinschaftsräumen verbindet. Schon bei einem ersten Blick durch die
kassettenförmig angeordneten Glasflächen der Eingangstüre vermittelt
der Kirchenraum Heiterkeit und Leichtigkeit.

Eine Stiege führt von den Räumen des Erdgeschoßes zum zentralen
Vestibül, über das der Kirchenraum betreten werden kann. Dieser besteht
aus einem Zentralraum über einem griechischen Kreuz mit einem Umgang
aus Betonstützen. Die kubischen in den Raum vorkragenden Elemente
münden an der Spitze der Stufenpyramide in einer Art Laterne aus
Glasfenstern. Der weiße Innenraum, durch grün-goldene Keramikfliesen
gegliedert, erinnert an den Jugendstil.

In der Decke befinden sich dunkelblaue Kuppeln, die in Kombination mit
der Beleuchtung einen Sternenhimmel bilden. Die vier oberen Kuppeln
stellen den Sonnengesang dar. Der Raum fasst 220 Sitz- und 400
Stehplätze.

Die Einrichtung bestand in der Zeit als katholische Kirche aus einem
zentralen Keramikaltar, der auf zwei Stufen erhöht war. Dahinter befand
sich ein Kruzifix aus dem 19. Jahrhundert. Carry Hauser schuf das Bild
einer Pietà, Michael Fuchs, der Sohn von Ernst Fuchs, das Bild des hl.
Franz von Assisi. Kreuzweg und Weihwasserbecken waren aus Keramik von
Franz Josef Altenburg, die Schmuckornamentik stammte von Traude
Windbrechtinger.

Serbisch-Orthodoxe Kirche, Tempel der Jungfrau
